Tagesarchiv: 5. Januar 2015

Thanjavur – I feel like dancing…

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5. Januar – Tag 23

Heute stehen der Brihadishwara-Tempel und der königliche Palast in Thanjavur auf meinem Programm – viel mehr gibt es hier auch nicht zu sehen. Wobei der Tempel trotzdem schon etwas besonderes ist – und auch Weltkulturerbe-Status genießt.

Der Brihadishwara-Tempel wurde zum einen als Zeichen der Macht seines Erbauers – König Rajaraja I. (985-1014) – erbaut und zum anderen als Ort zur Verehrung der Gottheit Shiva. Die Ausmaße der Tempelanlage sind entsprechend riesig – alleine der Hauptturm misst eine Höhe von 61 Metern. Das Allerheiligste im Inneren des Tempels – ein 3,50 Meter hoher Shivalingam – trägt den Namen Adavallan… übersetzt bedeutet das „Derjenige, der gut tanzen kann“ und bezieht sich auf Shiva als Nataraja, den Gott des Tanzes, welcher die Lieblings-Gottheit des Königs war.

Obwohl der Tempel noch „in Betrieb“ ist, ist diese Lingam nicht immer zu sehen – so leider auch heute nicht. Der Vorhang wird nur für besondere Zeremonien gelüftet.

Der Palastkomplex, mit dessen Bau in der Mitte des 16. Jh. begonnen wurde, liegt in der Mitte der Stadt in etwa 2 Kilometern Entfernung zum Tempel und ist leider schon ziemlich „durch“ – verzeiht mir diese saloppe Ausdrucksweise… also ähnlich wie mein Hotel in Puducherry vom Zustand her! Zumal wenn man die Paläste in Rajasthan gesehen hat, kann einem dieses Gemäuer nur ein müdes Gähnen abgewinnen.

Aber nichts desto Trotz beherbergt dieser Palast die größte und bedeutendste Chola-Bronzen-Sammlung der Welt. Dabei handelt es sich ursprünglich um heilige Tempelobjekte – wie z.B. das Bildnis Shivas, auf einem Bein stehend, von Flammen umgeben und mit wilden, fliegenden Locken – ein weltweit bekanntes „Markenzeichen“ für Indien… fast so wie das Taj Mahal.

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Ein ausgefüllter Tag jedenfalls! Und langsam geht es daran, mir Gedanken über den Rest meiner Reise zu machen… die ersten drei Wochen sind um. Ich habe schon etwas gestrichen von meiner Liste – denn das wird einfach zu viel und ist nicht wirklich realistisch zu bewältigen. Und irgendwie soll es ja auch noch Urlaub sein… dachte ich mir mal.

Ich muss mich um mein Hotel in Mumbai kümmern… Mumbai ist halt immer was besonderes – die heimliche Hauptstadt Indiens. Die Preise verdreifachen sich dort schnell für Hotels im Vergleich zum Rest des Landes… und ohne Reservierung bekommt man schon gar nichts erschwingliches. Das war ja auch meine Erfahrung bei meinem letzten Aufenthalt.

Und ich werde versuchen an einer organisierten Tour durch die Slums von Mumbai teilzunehmen… sowas wird tatsächlich angeboten und ich glaube, dass das eine sehr spezielle aber auch besondere Erfahrung sein kann. Ich halte euch auf dem Laufenden diesbezüglich!

Morgen geht es aber erstmal weiter mit dem Zug nach Tiruchirapalli – oder kurz einfach nur Trichy… bei dem richtigen Namen komme ich auch ins Artikulations-Stolpern. Aber das ist nur eine Dreiviertelstunde von hier entfernt – nach den Torturen der letzten Tage ja auch mal ganz angenehm!

Namaste! … wo immer ihr auch gerade seid!

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