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On the road to Rajasthan

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9.-11. November / Tag 23-25

Ihr Lieben da draußen und Zuhause!

Ich muss jetzt erst ‚mal tief durchatmen… denn mein „Reisetempo“ hat sich in den letzten drei Tagen doch deutlich gesteigert. Das hat den Grund, dass ich ja seit dem 9. November einen Wagen mit Fahrer habe. Und Radhey – mein Fahrer – ist schon ein sehr spezieller Typ… der König von Rajasthan, wie er sich heute selber betitelt hat… er hat auf jeden Fall ein gesundes Ego und kennt wirklich „Gott und die Welt“ – auch wenn das bei den Hindus bestimmt anders heißt… die haben ja jede Menge Götter… das ist fast schon inflationär.

Radhey „schleppt“ mich überall hin und gibt mir dabei oft einen Blick „hinter die Kulissen“ – einerseits, was hier direkt den Tourismus angeht, andererseits zeigt er mir aber auch die Ecken abseits der Touristenpfade… auch die vielleicht nicht immer so schönen Saiten dieses widersprüchlichen und vielfältigen Landes. Wir lachen viel und versuchen die „Cheater“ (Betrüger) – so nennt Radhey die Leute, die versuchen die Touristen über’s Ohr zu hauen – mit Ihren eigenen Mitteln zu schlagen. Er ist schon ein wirklich ungewöhnlicher Typ… ganz bestimmt nicht der Fremdenführer und Fahrer aus dem Reisekatalog… aber der wäre mir wahrscheinlich eh‘ auch zu langweilig.

Heute haben wir z.B. in einer echten indischen Fernfahrer-Raststätte (anders weiß ich es nicht zu beschreiben, auch wenn es nicht das war, was Ihr Euch jetzt wahrscheinlich drunter vorstellt… halt eher eine „zusammengezimmerte“ Hütte am Straßenrand, in der gekocht wurde) zu Mittag gegessen. Weil ich dort erzählt habe, dass ich auch schon mal einen Lkw gefahren habe (naja… einen 7,5-Tonner), hat Radhey direkt mit einem Fernfahrer gesprochen, der mich dann mit seinen Kollegen einige Kilometer „auf’m Bock“ mitgenommen hat. Das war – trotz komplizierter Verständigung – ein ziemlicher Spaß! Nicht nur für mich… auch für die Trucker… wirklich herzensgute und liebe Typen! Und auch die Leute am Straßenrand und an der Mautstation haben große Augen gemacht. Ein „Westler“ im indischen Truck ist auf jeden Fall für alle ein ziemlicher Hingucker gewesen. Aber das Angebot den Lkw ‚mal selber zu fahren – immerhin eine große Zugmaschine mit Aufleger – habe ich dann dankend abgelehnt!

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Ihr seht bzw. lest ja, dass meine Reise gerade etwas andere Züge angenommen hat. Und das finde ich auch gar nicht schlecht so.

So ganz „nebenbei“ habe ich in den letzten Tagen noch Sehenswürdigkeiten von Weltrang gesehen – den Qutb Minar sowie das Indira Gandhi Memorial in Delhi, das Taj Mahal und das Rote Fort von Agra, die verlassene Stadt Fatehpur Sikri sowie die größte Treppenquelle ganz Rajasthans in Abhaneri (Escher läßt schön grüßen).

Soweit möglich werde ich natürlich auch weiterhin versuchen Euch mit meinen Geschichten und Erlebnissen zu versorgen… soweit ich noch hinterherkomme mit dem Aufschreiben!

Heute Abend sind wir in Jaipur angekommen. Das liegt etwa 200 Kilometer westlich von Agra und bereits in Rajasthan. Von hier aus wird meine Reise weitergehen über Nagaur, Jaisalamer (Wüste Thar), Jodhpur und Ranakpur nach Udaipur. Da „verläßt“ mich mein Fahrer wieder und ich werde mit der Bahn weiterreisen nach Ahmedabad und Mumbai, meiner vorerst letzten Station auf dieser Reise. Schaut doch einfach ‚mal in Euren alten Dierke-Weltatlas…

Zum Schluss möchte ich noch versuchen Euch durch diese Fotos hier einige meiner Erlebnisse etwas näher zu bringen… ohne Worte…

Wie gewohnt ein „Namaste“ Euch allen und passt auf Euch auf!

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