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Tiruchirapalli – Frische Farbe für die Götter

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7. Januar – Tag 25

Internet-mäßig ist es gerade schwierig in Kontakt zu bleiben. Mein aktuelles Hotel hat kein WLAN!

Aber deshalb heute nur eine kurze Zusammenfassung…

Den großen Tempel hier habe ich mir einfach mal „geschenkt“… wie ich später gesehen habe, ist der sowieso momentan komplett mit Folien zugehängt – wegen Renovierungsarbeiten! Auch Götter brauchen also mal ’nen neuen Anstrich!

Stichwort Götter… dafür war mir aber der Gott des Einkaufs heute sehr zugetan! Ich habe tatsächlich neue „Schlappen“ in Größe 12 erstanden… die der Verkäufer allerdings ganz unten aus dem Stapel rausgezogen hat. Ich nehme mal an, dass er froh war diesen Ladenhüter endlich los zu werden. Wurde auch dringend Zeit, denn mein bisheriges Schuhwerk drohte schon sich in seine Einzelteile zu zerlegen!

Dann habe ich noch zwei neue Hosen erstanden… ich hatte neulich im Bus einen kleinen „Unfall“ mit einer meiner Hosen… und habe mir an ungünstiger Stelle am Allerwertesten ein Loch reingerissen. Sehr unvorteilhaft! Aber jetzt bin ich wieder top ausgestattet. Und sogar eine ordentliche Länge haben die – wobei ich den Eindruck hatte, dass hier alle Hosen beim Kauf grundsätzlich erst einmal lang sind und man sie dann beim Schneider auf „seine“ Länge kürzen lässt. Aber den Weg kann ich mir natürlich sparen.

Und Souvenirs habe ich auch noch so einige erstehen können. Wie gesagt: Ein wahrlich göttlicher Tag zum Shoppen!

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Ansonsten habe ich noch das Rock Fort besucht. Wer aber jetzt an französische Käsespezialitäten denkt, ist auf dem Holzweg! Das ist eine ehemalige Befestigungsanlage auf einem 80 Meter hohen Felsen hoch über der Stadt. Ganz oben auf der Spitze der Anlage befindet sich der Ganesh-Tempel… von dessen Terrasse man eine fantastische Aussicht über die Stadt hat. Und somit habe ich mein Tempel-Pensum für heute doch noch erfüllen können!

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Morgen geht es dann weiter nach Madurai… in aller Frühe! Denn der Zug verlässt den Bahnhof – so die Eisenbahn-Götter es denn wollen – bereits um 7:15 Uhr. Die Fahrt wird voraussichtlich drei Stunden dauern. Die Fahrkarten (95 Rs.) haben wir uns heute morgen schon besorgt – wir, weil ich zurzeit noch mit Fernando unterwegs bin. Das ist ganz entspannt mit ihm, denn wir gehen jeder so unsere eigenen Wege und treffen uns hin und wieder immer mal.

Also mal wieder: Namaste! … wo immer ihr auch gerade seid!

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On the road to Rajasthan

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9.-11. November / Tag 23-25

Ihr Lieben da draußen und Zuhause!

Ich muss jetzt erst ‚mal tief durchatmen… denn mein „Reisetempo“ hat sich in den letzten drei Tagen doch deutlich gesteigert. Das hat den Grund, dass ich ja seit dem 9. November einen Wagen mit Fahrer habe. Und Radhey – mein Fahrer – ist schon ein sehr spezieller Typ… der König von Rajasthan, wie er sich heute selber betitelt hat… er hat auf jeden Fall ein gesundes Ego und kennt wirklich „Gott und die Welt“ – auch wenn das bei den Hindus bestimmt anders heißt… die haben ja jede Menge Götter… das ist fast schon inflationär.

Radhey „schleppt“ mich überall hin und gibt mir dabei oft einen Blick „hinter die Kulissen“ – einerseits, was hier direkt den Tourismus angeht, andererseits zeigt er mir aber auch die Ecken abseits der Touristenpfade… auch die vielleicht nicht immer so schönen Saiten dieses widersprüchlichen und vielfältigen Landes. Wir lachen viel und versuchen die „Cheater“ (Betrüger) – so nennt Radhey die Leute, die versuchen die Touristen über’s Ohr zu hauen – mit Ihren eigenen Mitteln zu schlagen. Er ist schon ein wirklich ungewöhnlicher Typ… ganz bestimmt nicht der Fremdenführer und Fahrer aus dem Reisekatalog… aber der wäre mir wahrscheinlich eh‘ auch zu langweilig.

Heute haben wir z.B. in einer echten indischen Fernfahrer-Raststätte (anders weiß ich es nicht zu beschreiben, auch wenn es nicht das war, was Ihr Euch jetzt wahrscheinlich drunter vorstellt… halt eher eine „zusammengezimmerte“ Hütte am Straßenrand, in der gekocht wurde) zu Mittag gegessen. Weil ich dort erzählt habe, dass ich auch schon mal einen Lkw gefahren habe (naja… einen 7,5-Tonner), hat Radhey direkt mit einem Fernfahrer gesprochen, der mich dann mit seinen Kollegen einige Kilometer „auf’m Bock“ mitgenommen hat. Das war – trotz komplizierter Verständigung – ein ziemlicher Spaß! Nicht nur für mich… auch für die Trucker… wirklich herzensgute und liebe Typen! Und auch die Leute am Straßenrand und an der Mautstation haben große Augen gemacht. Ein „Westler“ im indischen Truck ist auf jeden Fall für alle ein ziemlicher Hingucker gewesen. Aber das Angebot den Lkw ‚mal selber zu fahren – immerhin eine große Zugmaschine mit Aufleger – habe ich dann dankend abgelehnt!

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Ihr seht bzw. lest ja, dass meine Reise gerade etwas andere Züge angenommen hat. Und das finde ich auch gar nicht schlecht so.

So ganz „nebenbei“ habe ich in den letzten Tagen noch Sehenswürdigkeiten von Weltrang gesehen – den Qutb Minar sowie das Indira Gandhi Memorial in Delhi, das Taj Mahal und das Rote Fort von Agra, die verlassene Stadt Fatehpur Sikri sowie die größte Treppenquelle ganz Rajasthans in Abhaneri (Escher läßt schön grüßen).

Soweit möglich werde ich natürlich auch weiterhin versuchen Euch mit meinen Geschichten und Erlebnissen zu versorgen… soweit ich noch hinterherkomme mit dem Aufschreiben!

Heute Abend sind wir in Jaipur angekommen. Das liegt etwa 200 Kilometer westlich von Agra und bereits in Rajasthan. Von hier aus wird meine Reise weitergehen über Nagaur, Jaisalamer (Wüste Thar), Jodhpur und Ranakpur nach Udaipur. Da „verläßt“ mich mein Fahrer wieder und ich werde mit der Bahn weiterreisen nach Ahmedabad und Mumbai, meiner vorerst letzten Station auf dieser Reise. Schaut doch einfach ‚mal in Euren alten Dierke-Weltatlas…

Zum Schluss möchte ich noch versuchen Euch durch diese Fotos hier einige meiner Erlebnisse etwas näher zu bringen… ohne Worte…

Wie gewohnt ein „Namaste“ Euch allen und passt auf Euch auf!

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